28. August

Aus der Homepage des Bistums Passau:

Fünf Passauer Diözesanpriester von Papst Benedikt XVI. geehrt -
darunter unser ehemaliger Kaplan Dr. Hans Bauernfeind

Bischof Wilhelm Schraml überreicht die Urkunden aus dem Vatikan
 

Passau (iop). Papst Benedikt XVI. hat fünf Geistliche aus dem Bistum Passau für ihre Verdienste in der Kirche und um die Seelsorge mit Ehrentitel ausgezeichnet. Prof. Dr. Franz Mußner, emeritierter Neutestamentler an der Universität Regensburg und Ehrendoktor der Universität Passau sowie Domkapitular im Ruhestand, wurde zum „Apostolischen Protonotar“ ernannt. Domkapitular Helmut Reiner, die Domvikare Dr. Hans Bauernfeind und Dr. Bernhard Kirchgessner, sowie Pfarrer Dr. Hans Würdinger sind nun „Päpstliche Ehrenkapläne“ mit der Anrede „Monsignore“. Die Urkunden aus dem Vatikan hat Diözesanbischof Wilhelm Schraml am Freitag, 28. August, in Passau überreicht.

 

Dr. Hans Bauernfeind (47) leitet seit Mai 2008 die Hauptabteilung Ehe- und Familienpastoral und ist Ordinariatsrat.

Er leitet gleichzeitig als Direktor des Seminares St. Maximilian die  Diözesanstelle für Kirchliche Berufe und ist Ministrantenpfarrer.
 

Der 47-jährige ist zudem Subregens des Priesterseminares St. Stephan sowie mit der Aus- und Fortbildung für die Ständigen Diakone beauftragt.

 

Bauernfeind, der Beauftragte der Diözese Passau für den Bayerischen Rundfunk ist,  hat sich mit zahlreichen Rundfunkpredigten einen Namen gemacht. Er wurde 1989 zum Priester geweiht und war zunächst Kaplan in Passau - St. Peter, anschließend Seminarpräfekt in St. Valentin. 1991 übernahm er die Kaplanstelle in Untergriesbach und erteilte Religionsunterricht am dortigen Gymnasium. Als Titularpfarrer wurde er 1998 zum Promotionsstudium an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Passau freigestellt. Seit 2002 gehört er als Domvikar dem Domkapitel an.

  • Stichwort: Monsignore, Prälat und Apostolischer Protonotar
    Für Geistliche gibt es drei verschiedene päpstliche Auszeichnungen.

  • Zunächst den „Kaplan seiner Heiligkeit“, bzw. den „Päpstlichen Ehrenkaplan“ mit der Anrede „Monsignore“.

  • Es folgt der „Päpstliche Ehrenprälat“. „Prälat“, übersetzt Vorsteher, bezeichnet ursprünglich einen geistlichen Würdenträger der katholischen Kirche, dem eine bestimmte oberhirtliche Leitungsgewalt übertragen ist. Zu den „höheren Prälaten“ gehören Bischöfe und Inhaber bestimmter Ämter an der römischen Kurie. Von ihnen zu unterscheiden sind eben die Priester, die „Prälat“ als Ehrentitel führen.

  • Die höchste Stufe ist der als Ehrentitel verliehene „Apostolische Protonotar“, den ursprünglich die sieben an der Kurie tätigen Notare trugen. Dieser Titel wird eher selten verliehen. Im Bistum Passau tragen ihn der frühere Stiftspropst in Altötting, Max Absmeier, der frühere Finanzdirektor der Diözese und Domdekan, Max Thurnreiter, der Militärgeneralvikar Walter Wakenhut, und jetzt Prof. Franz Mußner.
     

  • Die jeweilige Auszeichnung spiegelt sich in der Kleidung wider: Der Monsignore darf inner- und außerhalb des Gottesdienstes einen schwarzen Talar mit violetten Knöpfen und einem violetten Zingulum (Gürtel) tragen. Der Ehrenprälat darf im Gottesdienst die violette Chorkleidung und außerhalb einen schwarzen Talar mit violetten Knöpfen und Zingulum tragen. Beim Apostolischen Protonotar verhält es sich wie beim Ehrenprälaten.
     

Wolfgang Duschl